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EMS – Ist elektrische Muskelstimulation für den Hobbysportler sinnvoll?

“Ja, spinnst denn du jetzt komplett”, war einer der Sätze den ich mir anhören musste, als ich das erste Mal verkabelt auf der Couch saß. Neugierig kamen dann die Fragen: Was ist das, was macht das und tut das weh? Zugegeben: Ich kam mir anfangs schon seltsam vor als ich mich mit dem Thema “Elektrische Muskelstimulation” beschäftigte. Mein erster Gedanke: Braucht ein Hobbysportler, noch dazu im Anfangsstadium, ein solches HighTech-Spielzeug?

Auf die Idee solch ein Gerät auszuprobieren kam ich, weil die Nadin auf ihrem Blog den Artikel “Training unter Strom” veröffentlichte. Folgende Zeilen machten mich neugierig:

Aber nicht nur Muskelkräftigung wie man es von SPEEDfit & dem Slendertone her kennt, sind mit dem ‘Compex Wireless’ möglich. Dank zahlloser Programme, die das Gerät mitbringt, können ambitionierte Sportler es auch für eine schnellere Regeneration nach intensiven Belastungen einsetzen; und selbst für eine Schmerzbehandlung soll man es nutzen können.

Ich informierte mich über die Geräte von Compex, da mich diese sofort ansprachen. Als Läufer liebäugelte ich natürlich mit dem Modell “Runner”, welches genau auf die Bedürfnisse der Läufer zugeschnitten ist. An dieser Stelle zitiere ich mal die Herstellerinfo:

Der COMPEX RUNNER ist eine konzentrierte Zusammenfassung aller Programme, die für das Laufen nützlich sind. Für die Konzeption des Runner hat COMPEX ausschließlich Experten zurate gezogen (Profiläufer, begeisterte Jogger, spezialisierte Händler, Trainer, Physiotherapeuten), die sich darauf konzentrierten, die Anforderungen der Läufer nachzuvollziehen und gezielt darauf zu antworten. Von der Vorbereitung zum Wettkampf, von der Wettkampfpause zur Wiederaufnahme des Trainings, Verletzungspausen nicht zu vergessen, gibt es zahlreiche Situationen, bei denen Ihnen Ihr Trainingspartner nützlich ist. Der COMPEX RUNNER bringt Sie noch mehr zum Laufen.

Weil Laufen keine Disziplin wie jede andere ist, einzigartige Gefühle auslöst und eher einer Lebensart gleichkommt, wurde der COMPEX RUNNER so entwickelt, dass er sich perfekt und unkompliziert in Ihr Training integrieren lässt. Sehr schnell wird er für Sie ebenso unentbehrlich wie Ihre Laufschuhe oder Ihr Pulsmesser. Compex hat den COMPEX RUNNER entwickelt, um besonders die Muskeln anzusprechen, die beim Laufen beansprucht werden – sowohl bei der Muskelvorbereitung als auch bei der Schmerzlinderung oder der Erholung.Jetzt haben Sie endlich Zugang zu einer professionellen Technologie auf der Höhe Ihrer sportlichen Ambitionen.

Compex Runner

Compex Runner

Nach einem regen Mailkontakt mit dem ACS-Vertrieb, hielt ich ein solches Gerät in meinen Händen. Ein herzlicher Dank geht also schon mal an die Firma, die mir das Gerät zu Testzwecken zur Verfügung gestellt hat. Mein Technik-Freak-Herz schlug also gleich mal ein wenig höher und ich versuchte mich am ersten Training mit meinem neuen Trainingspartner, dem Compex Runner.

 

Vorab noch eine kleine Info worum es mir geht. Ich bin sicher der Allerletzte, der auf solch ein Gerät besteht, bzw. es dringend braucht. Als Laufanfänger freue ich mich über jeden Fortschritt, den ich mir hart erarbeitet habe. Den Compex Runner nutze ich trotzdem gerne, weil er mir gut tut. Ich genieße die Erholung oder das zusätzliche Training durch EMS und fühle mich gut dabei. Sicher lässt sich über den Sinn für den Hobbysportler genauso streiten, aber sicher lässt sich auch darüber streiten, ob man immer das HighTech-Schuhwerk braucht oder nicht. Ich berichte aus meiner Sicht über ein Gerät, welches ich am Anfang belächelt und inzwischen lieben gelernt habe.

Der Compex Runner wird in einer passenden Tasche geliefert. Neben einigen Elektroden, vier Kabeln, dem Gerät und dem Akku mit Ladegerät findet man noch eine detailierte Beschreibung und einen Trainingsplan im Lieferumfang. Die Elektroden sind selbstklebend und halten sehr lange. An behaarten Körperpartien empfehle ich die Verwendung eines Kontaktgels, welches für die nötige Verbindung zur Haut sorgt. Die Kabel sind ordentlich ummantelt, ein “Kabelsalat” ist durch die gummiartige Aussenhülle so gut wie ausgeschlossen. Die Verbindung von Kabel zu Elektrode kommt über einen Druckknopf zustande. Insgesamt macht das Material des Geräts und des Zubehörs einen sehr wertigen Eindruck. Auch die Benutzeroberfläche des Compex Runner erklärt sich fast von selbst.  Je nach Programm müssen die Elektroden unterschiedlich positioniert werden. Am Anfang empfiehlt sich hierfür ein Blick in das Handbuch. Dort sind die Positionen exakt aufgezeigt. Nach einer Zeit sitzen die Handgriffe und die Verkabelung funktioniert im Handumdrehen.

Erste Trainingseindrücke mit dem Gerät:

Platzierung der Elektroden an den Oberschenkeln

Platzierung der Elektroden an den Oberschenkeln

Aktive Erholung

Nach einem langen Lauf war Erholung angesagt. Praktisch, dass es ein passendes Programm gibt. Also: Die Elektroden wie beschrieben auf den Oberschenkel geklebt, Kabel angestöpselt, das Training “Aktive Erholung” personalisiert und mit einem Druck auf den Startknopf losgelegt. Stufenweise lässt sich nun die gewünschte Stimulationsstärke einstellen. Vom leichten Kitzeln über das kräftigere Vibrieren bis hin zur vollständigen Kontraktion der Muskeln reicht das Repertoire des “Compex Runner“. Ziel der aktiven Erholung: Verbesserung und Beschleunigung der Muskelerholung nach intensiver Anstrengung, um die Ermüdung zu reduzieren. Eine gute halbe Stunde später war das Programm durchgelaufen. Ich fühlte mich herrlich entspannt wie nach einer ausgiebigen Massage.

Platzierung der Elektroden an den Unterschenkeln und Füßen

Platzierung der Elektroden an den Unterschenkeln und Füßen

Krafttraining mit dem Compex Runner

Es hört sich an wie ein Traum: Vor dem Fernseher sitzen und trotzdem ein vollwertiges Krafttraining absolvieren. Einen Tag nach der ruhigen Einheit, versuchte ich mich am Training der trailspezifischen Kraft. Das ich vor meiner Zeit als Laufverrückter oft umknickste und das ganze noch nicht mal so lange her ist, wählte ich den Bereich um den Fußknöchel als Trainingsbereich. Pro Fuß sind zwei Elektroden zu befestigen und zu verkabeln. Bequem auf einem Stuhl sitzen, heißt die Anweisung des Handbuchs und nach dem Aufwärmprogramm immer schön die maximal verträgliche Stärke wählen.

Das hat es in sich. Die Muskeln ziehen sich mit dem Trainingsimpuls zusammen. Zugegeben, anfangs ist es alles andere als angenehm die richtige Stärke zu finden. Hat man die mal gefunden und erhöht diese auch während des 40-minütigen Trainings noch weiter, fühlt sich die Einheit ziemlich intensiv an. Ergebnis: Ein Muskelkater machte sich am nächsten Tag am unteren Fußbereich durch lautes Schnurren bemerkbar.

Muskelkater bekämpfen mit EMS

Apropos Muskelkater. Auch dieser lässt sich nach Herstellerangaben mit dem Compex Runner bekämpfen. Am Folgetag einer Intervalleinheit, quälte mich mal wieder ein Muskelkater im Unterschenkel. Mittlerweile routiniert, legte ich die Elektroden und Kabel an und wählte das Programm “Muskelverspannung bekämpfen”. Wie bei der aktiven Erholung fühlte ich mich danach gut massiert und erholter.

Platzierung der Elektroden am Bauch, bzw am Rücken

Platzierung der Elektroden am Bauch, bzw am Rücken

Ein gutes Bauchgefühl

Satte acht Elektroden braucht es um den Bauchbereich zu trainieren. Ein Sixpack durch Elektronik? Schön wäre es. Das Bauchtrainingsprogramm ist für den Läufer deshalb wichtig, weil es die Rumpfstabilität trainiert. Zusammen mit regelmäßigem Rückentraining soll es Schmerzen vermeiden und die Partien oberhalb der Hüfte stärken. Da fällt einem spontan wieder der Vergleich zum Bauchweggürtel ein. Die Stimulation ist im Aufwärmbereich angenehm. Legt der Compex Runner mal so richtig los, zieht es die Bauchmuskeln fast schon krampfartig zusammen. Bei diesem Trainingsprogramm, das wieder mit der maximal erträglichen Leistung anzuwenden ist, spürte ich die Auswirkungen am stärksten. Ein Muskelkater wie ich ihn eigentlich nur nach einer harten Einheit im Studio Anfang 2011 spürte machte es sich um die Hüfte bequem.

Und sonst so

Das Repertoire des Compex Runner ist riesig.Für so ziemlich jede Muskelgruppe die den Läufer betreffen gibt es ein passendes Programm. Die unterscheiden sich dann noch in der “Behandlungdmethode” bzw. Trainingseinheit. Hier mal eine kleine Aufstellung wo das Gerät einsetzbar ist:

Vorbeugung

  • Sprunggelenksstärkung
  • Krampfvorbeugung
  • Vorbeugung Lumbalgie

Schmerz

  • akute Tendinitis
  • chronische Tendinitis
  • Lumbalgie
  • Knöchelverstauchung
  • Akuter Schmerz

Training

  • Rumpfstabilisation
  • Aerobe Ausdauer
  • Kraft
  • trailspezifische Kraft
  • Langlaufoptimierung
  • Überkompensation
  • Speedplay

Erholung

  • aktive Erholung
  • Erholung nach intensiver Belastung
  • Linderung Muskelkater

Erstes Fazit:

Ich bin mit dem Gerät und dessen Trainingsmöglichkeiten zufrieden. Seit ich den Compex Runner zur Linderung eines Muskelkaters benutze, verzichte ich auf sämtliche Cremes und Gels. Ich fühle mich nach der Anwendung immer erholt. Dass Kraftprogramme Wirkung zeigen, sieht man während der Anwendung. Die Muskeln spannen ordentlich an und zucken wie wild. Anfangs mag diese Belastung ungewöhnlich erscheinen, doch mit der Zeit gewöhnt man sich gut an die ungewollten Muskelkontraktionen. Ob eine Leistungssteigerung durch das Gerät möglich ist, kann und will ich nicht beurteilen. Dafür sind die Sprünge die ich durch mein Lauftraining letztes Jahr und die ersten Monate 2012 gemacht habe zu groß. In erster Linie schreckt vor allem der, für den Hobbysportler, hohe Preis von 549 Euro ab. Ob sich dieser lohnt oder nicht, muss wohl wieder jeder für sich alleine entscheiden. Laut dem ACS-Vertrieb kann man aber auch mit Preisen bis zehn Prozent unter dem Listenpreis rechnen. Auch stehen die netten Mitarbeiter des ACS-Vertriebes gerne beratend zur Seite.

Und so geht es weiter:

Den Compex Runner gebe ich in den nächsten Tagen zurück. Dafür stellt mir der ACS-Vertrieb ein weiteres Modell zur Verfügung. Dieses bietet noch mehr Trainingsmöglichkeiten und macht dank eines zusätzlichen Sensors ein noch personalisierteres Training möglich. Diesen Sensor hätte man übrigens auch am Runner anschließen können.

10 thoughts on “EMS – Ist elektrische Muskelstimulation für den Hobbysportler sinnvoll?”

  1. Laufhannes sagt:

    Das ist so ein Ding, wo ich ganz laut “Bullshit” rufen möchte.

    Ich kann nachvollziehen, dass sich die Meinung ändern mag, wenn es an sich selbst testet (und eben kein Geld dafür ausgeben musste) – insofern wird mein Kommentar keine Kritik an dir sondern ein Appell an den gesunden Menschenverstand sein, wenn sich Läufer tatsächlich so etwas zu legen wollen.

    Zu der Methode “Vorbeugung”:
    Jeder Läufer sollte mit einem eigenen Trainingsprogramm abseits des Laufens selbst für die Vorbeugung sorgen.

    Zu der Methode “Schmerz”:
    Bei Verletzungen wird entweder geruht und mit Schmerzsalben experimentiert, oder – wenn der Schmerz zu groß ist / nichts hilft, ohne wenn und aber ein Arzt aufgesucht.

    Zu der Methode “Training”:
    Okay. Wer als Couchpotatoe weiterleben und trotzdem behaupten möchte, sportlich zu sein (oder eben ohne aktive Anstrengung zu trainieren), bitte. High-Tech-Doping für Faule.

    Zu der Methode “Erholung”:
    Kompressionskleidung, Selbstmassage, Gels, aktive Erholung – die Möglichkeiten sind vielfältig.

    Der einzige für mich ersichtliche (aber eben nicht logische) Grund zum Kauf des Teils ist also die Möglichkeit des Trainings, ohne etwas zu tun.
    Das hat für mich persönlich aber nichts mit Sport zu tun sondern ist reiner (Selbst)Betrug.

    1. Markus sagt:

      Genau diese Punkte die du ansprichst, habe ich mir auch durch den Kopf gehen lassen und bin schlicht und einfach zum Ergebnis gekommen, dass so ein HighTech-Gerät eine gute Unterstützung zum Training ist, es aber sicher nicht ersetzen kann. Aber EMS will ja auch kein Training ersetzen, sondern eher ergänzen.
      Der Preis ist happig, ich hätte sicher auch nie zur teuren Variante gegriffen, wenn ich nicht durch ACS dazugekommen wäre. Aber bedenke mal, was Läufer sonst Geld ausgeben um sich zu erholen, bzw. zu “heilen”. Kompressionssocken, Kompressionskleidung,Salben, Gels – alles Gründe die du genannt hast und auch ziemlich teuer werden können.
      Ich glaube auch, dass es schwierig ist, das ganze zu beurteilen, wenn man es noch nicht versucht hat. Klar, man kommt ja auch nicht einfach an ein 500 Euro Gerät und probiert es mal aus. Aber das Ergebnis war für mich zufrieden stellend.
      Danke für den Kommentar. Ich bin mir hier durchaus sehr bewusst, dass es die Fürsprecher gibt und eben auch die absoluten Gegner. Wie immer und überall…

      1. Laufhannes sagt:

        Wobei die Salben und Gels instinktiv erst einmal preiswerter erscheinen. Da müsste man schon sehr langfristig denken, damit sich das rentiert. Aber klar, wenn man “moralisch” damit kein Problem hat und ohnehin ein Technik-Freak ist (da gibt es unter Läufern ja genügend), wird schon eher darüber nachdenken und dir im “positiven” Sinne dankbar für den Testbericht sein.

        Ich bin dir da eher im “negativen” Sinne dankbar: Also dankbar, dass ich hier meine “Moralpredigt” ablassen konnte ;D

  2. -timekiller- sagt:

    Hm, für einen Hobbyläufer finde ich das etwas übertrieben. Ob es etwas bringt, kann ich nicht beurteilen. Aber mit Strom habe ich so meine Schwierigkeiten. Wenn Gott gewollt hätte, dass Elektrischer Strom durch unseren Körper fließt, dann hätten wir ein Batteriefach.

    Grüße -timekiller-

    1. Markus sagt:

      Och, gar nicht so schlimm, die Sache mit dem Strom. Bin ehemaliger Starkstromelektriker und wenn man mit Respekt an die Sache rangeht passt das schon. EMS ist da eh strom der unbedenklichen Sorte.

      1. -timekiller- sagt:

        Das erinnert mich an einen Einsatz als Rettungssanitäter (Zivi). Da hatte ein junger Mann, zum Zwecke der sexuellen Stimulation, seinen Märklin Trafo etwas frisiert, und sich Elektroden an die Klöten und an die Brustwarzen geklemmt. Mit Hilfe des Defibrilators (also noch mehr Strom) konnte wir Ihn dann wieder zurück ins Diesseits holen.

  3. Din sagt:

    Also, ich kann mich leider hier keiner Meinung der Vorredner anschließen und ich habe weder ein Testgerät erhalten, noch Geld für meine Beiträge. Ich besitze aber einen selbstgekauften Bauchtrainer und trainiere auch ab und an in einem Studio nach gleichem Prinzip allerdings für den gesamten Körper.

    Erst einmal ist anzumerken, dass kein Strom fließt! Es handelt sich im Impulse, die an das Gehirn gesendet werden, wodurch die Muskeln kontrahieren. Beim ersten Training war mir nach Heulen und einer Beruhigungstablette, aber es passiert nichts anderes als ein Kribbeln und dass die Muskeln sich anspannen.

    Zweitens ist es kein Training für Faule, sondern ich für meinen Teil kann behaupten, dass wenn man anständig mit solchen Geräten trainiert, genauso hart arbeiten muss, wie bei einem Studiobesuch nur eben effektiver, gezielter und vor allem auch, wenn man es richtig macht absolut ausgewogen.
    Man schwitzt, man kommt außer Atem, man ist erschöpft und ich habe bei den Ganzkörpertrainings für Tage das Gefühl richtig gut trainiert zu haben.

    Das Problem bei Trainings, die Muskeln aufbauen oder stärken sollen, ist einfach, dass man häufig nicht alle Muskelgruppen in einer ausgewogener Weise und auch nicht die tiefer liegenden Muskelgruppen trainieren kann. Dadurch kann es schnell zu Dysbalancen kommen. Außerdem muss man gerade bei Gewichttrainings auf eine exakte Ausführung achten. Pilates & Yoga und sehr gute Alternativen, die mich ordentlich voran gebracht haben, aber ein gezieltes Muskeltraining kann dennoch eine weitere gute Ergänzung sein.
    Schließt man die Grätete richtig an, trainiert man auch immer die Gegenspieler. Ich liebe beispielsweise Bauchtraining und habe mir immer eingeredet, dass ich eine stabile Mitte habe. Tatsächlich habe ich aber meine seitliche und hintere Rumpfmuskulatur immer etwas vernachlässigt, ohne es wirklich zu merken.

    Wie bei allen Trainings kommt es immer auf das ‘Wie’ an. Ich kann im Fitnessstudio sein und rumstehen, laufen und mir dabei die Schuhe besohlen lassen, kann auf der Couch liegen und das Gerät anschließen und dabei einschlafen, auf den Rad durch das Land rollen… Wenn ich die Geräte oder den Sport richtig betreibe/nutze, bin ich erschöpft, brauche umgehend Energie danach und merke es am nächsten Tag.

  4. Picsti sagt:

    das ist ja mal ne spannende Diskussion.

    1. Hat der liebe Gott gewollt, dass Strom durch unseren Körper fließt. Nur ist es erstmal kein Strom aus der Steckdose. Alles was ein Muskel kann, ist kontrahieren, also sich zusammenziehen. Schuld daran sind Aktin und Myosin (in der Muskulatur), die sich gegeneinander verkürzen. Das passiert, weil beide ungleich elektrisch geladen sind. Sie ziehen sich an, die Ladungen gleichen sich aus und dann stoßen sie sich wieder ab… Dabei spielt die so genannte Natrium-Kalium Pumpe eine Rolle, was auch die Ernährung wichtig macht…Es fließt also ständig ein “Strom” durch unseren Körper…
    Grundsätzlich ist den Muskeln egal, wordurch sie zur Kontraktion gebracht werden. Man kann das mit einem Wasserkasten tun, einer Hantel, Luftwiderstand, Schwingungen, oder aber eben auch mit elektrischen Impulsen. Dass EMS-Training funktioniert, belegen zahlreiche Studien.
    Ob es für einen Laufeinsteiger dringend gebraucht wird, sollte jeder für sich entscheiden. Fakt ist, es spart Zeit, verbessert die muskulären Voraussetzungen für das Lauftraining und verbessert die Regeneration. Das kann man auch mit Yoga, Stretching, oder sonstwelchen Dingen tun. EMS ist am effektivsten und am effizientesten.
    Übrigens schreiben wir hier im Internet vermutlich über W-Lan verbunden, ohne Feder, Tinte und Papier. Fortschritt gibt es auch in der Trainingssteuerung. Dem kann man sich verschließen und es abtun, oder einfach ausprobieren und DANN mitreden…
    Ich finde großartig, dass es einer ausprobiert und hier so detailliert formuliert zur Diskussion stellt. Hut ab. Und weiter so… :-)

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