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Whoami…

Sportlich gesehen, hatte mich wohl keiner auf der Rechnung. Vor allem im Ausdauersport war ich nie zuhause. Ok, Eis- und Inlinehockey spielte ich schon immer irgendwie in Hobbymannschaften, früher schnürte ich auch meine Kickstiefel – das sorgte aber eher für Kopfschütteln, besonders als ich diesen schicksalshaften Elfer an die Latte knallte. Und mit Laufen hatte ich eigentlich eh nie was am Hut.

Das änderte sich am 31.12.2010 schlagartig. An Silvester sah ich fünf Jahre alte Bilder. Ich war nicht schlank, aber doch irgendwie sportlicher gebaut. Man sah mir an, dass ich in letzter Zeit immer weniger zum Sporteln kam. Es musste sich was ändern. Also fasste ich den Entschluss abzunehmen. Der Blick auf die Waage am 1.1.2011 war erschreckend: 123 Kilo. So viel wie nie zuvor. Ich war entsetzt, klebte mir die alten Bilder an den Spiegel im Bad. So konnte ich täglich sehen, was mein Ziel war.

Ich las viel über Diät, gesundes Essen, Sport und nahm mir vor das alles umzusetzen. Weil ich mir am meisten Erfolg vom Fitnessstudio erhoffte, ging ich in ein Probetraining und meldete mich an. Mit Erfolg: Innerhalb von drei Monaten schmolzen satte 13 Kilo. Zum Trainig legte ich mit einer Eiweißdiät los. Die verträgt sich gut mit dem Kraftraining und, nach einer Zeit der Umstellung, schwand auch immer mehr das ständige Hungergefühl.

Als ich wieder so auf einem Crosstrainer vor mich hinarbeitete und aus dem Fenster sah, liefen zwei Mädels vorbei. Die Sonne schien und es schien ihnen wirklich Spaß zu machen. Ich brach das Training ab und wagte einen vorsichtigen Schritt auf’s Laufband. Ich lief einfach los, nicht schnell, aber immerhin. Am Ende stand… ein kompletter Kilometer auf der signalroten Anzeige. Ich war stolz wie Oskar.

Am nächsten Tag musste ich das ganze in der freien Natur probieren. Ich lief. 200 Meter. Dann war die Luft raus. Nix ging mehr. Doch: Ich. Ich ging einfach weiter und lief irgendwann mal wieder. Knapp über zwei Kilometer wuchtete ich meinen immer noch 110-Kilo-schweren Körper über den Asphalt. Nach und nach wurden die Gehpausen kürzer und die Laufeinheiten länger, bis ich eines Tages einfach vier Kilometer durchlief. Ein tolles Gefühl, das mich heute noch bei so manch einer schweren Trainingsplaneinheit motiviert.

Im Sommer lief ich meinen ersten “Laufevent”, einen Spendenlauf mit. Ich trainierte nach Trainingsplänen von Herbert Steffny, suchte im Internet nach Laufcommunitys und verbesserte immer mehr meine Ausrüstung. Logisch, denn zu Beginn lief ich mit Discounter-Sportschuhen, Baumwollhemden und Jogginghosen. Ergebnis: Schmerzende Füße, nasse Hemden und nicht nur ein gelaufener Wolf im Baumwollpelz.

Da ich schon immer fasziniert von der Technik war, musste im Sommer 2011 eine Pulsuhr her. Die Wahl viel auf die GPS-Uhr Forerunner 405 von Garmin. Die Auswertungen und Vergleiche motivierten mich zusätzlich weiterzumachen. Nach und nach wich die Baumwolle Funktionsfasern, die Schuhe vom Discounter wanderten auf den Müll, bei einer Laufanalyse im Fachhhandel stieß ich auf die Brooks Glycerine 8.

Witzigerweise, gewann ich kurze Zeit später bei einem Gewinnspiel eine komplette Laufausrüstung des Laufartikelherstellers. Ich war also bestens gerüstet für mein erstes Jahr als Runner.

Wenig später sollte ich mich noch mehr mit der Firma Brooks beschäftigen. Irgendwann bewarb ich mich als Testläufer. Ich war ziemlich überrascht, als ich las, dass ich ab Oktober 2011 ein “Messenger of Run Happy” bin. Ausgestattet mit zwei kompletten Laufsets durfte ich ab sofort die neuesten Artikel testen und darüber auf der Brooksseite berichten. Dadurch fand ich viele Freunde im Internet, bekam jede Menge Tipps und die Motivation durch verschiedene Plattformen und die Kommentarfunktion ist auch heute noch ein wichtiger Trainingsbestandteil.

Ein Jahr nach dem erschreckenden Blick in den Spiegel, kann ich stolz auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen. 98 Kilo stehen mittlerweile auf der Waage. Immer noch zuviel, aber das wird dann einfach dieses Jahr angepackt. Ich bin weit über 1.000 Kilometer, habe in einem Trainingslauf einen Halbmarathon gerissen, fühle mich fitter den je, meine Ernährung ist nicht mehr so einseitig und ich habe wieder damit begonnen Eishockey zu spielen.

Laufen hat mich verändert. Nicht nur vom Aussehen her. Ich bin ausgeglichener und gönne mir einfach die Zeit für meine Gesundheit. Und wenn ich mal keine Lust, Zeit oder zuviel zu tun habe, dann fällt mir immer wieder folgender Spruch ein: “Irgendwo läuft gerade jemand der weniger Zeit hat wie du!”

Die Tests

Ab und an darf ich hier auf dem twnblog neue Laufschuhe oder Gadgets der Hersteller testen.  Mir ist wichtig, dass sämtliche “Tests” unabhängig sind. Will heißen: Ihr lest auf diesen Seiten MEINE Meinung. Das heißt auch, dass ich es nicht dir, deinen Nachbarn und schon gar nicht allen Lesern recht machen kann. Will ich auch nicht. Jeder hat eine andere Meinung, jeder sieht die Themen anders. Das ist gut so und soll so bleiben. Also drandenken: Ich bin Hobbyläufer, kein Verkäufer, kein Marketingprofi der Hersteller und mag einfach nur meinen Sport!

 

Run Happy…

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