Tempolauf 7k – Soll: 6:30/km – 10 min WarmUp + 10 min CoolDown

Zum Start in Steffnys Halbmarathon-Trainingsplan setzte es heute gleich mal einen 7-Kilometer-Tempolauf mit Ziel 6:30/km. Dazu 10 Minuten WarmUp und 10 Minuten CoolDown. Mit der programmierten Forerunner 405 macht das gleich doppelt Spaß. Vor einem halben Jahr hätte ich noch kopfschüttelnd selbst einen Vogel gezeigt. Am Ende stand eine 6:10/km in den Stats.

Ja bist du noch ganz dicht? Wasserspiele mit der Brooks Infinity Jacket II

“Design schlicht – Funktion grandios”, so schreibt Brooks selbst über die Infiniti Jacket II. Jetzt kann ein Hersteller ja viel über seine eigenen Artikel erzählen, dachte ich mir. Nix da! Mit mir nicht – ich lass mir nix einreden – ich mach mir mein eigenes Bild von der Jacke.

Ok, dann wollen wir mal. Schlichtes Design? Stimmt. Unaufdringlich in blau und schwarz kommt die Laufjacke daher. Der Trend geht ja derzeit zu kunterbunt bis quietschknallig. Die Infinity Jackett II spielt da nicht mit. “Die will wohl mehr mit den inneren Werten glänzen”, denke ich mir. “Macht wahrscheinlich einen auf Wolf im Schafspelz.”

Der erste Lauf mit der Jacke sollte dann doch gleich was Besonderes sein: es fielen die ersten Schneeflocken im Chiemgau. Tja, Jacke, da musst du jetzt durch und ich höre mich noch denken: “Jetzt zeigt was du kannst…” Also, Zipper hoch und schon kommt der erste Aha-Effekt: Am Innenteil des Kragens wärmt ein Fleecefutter den doch so anfälligen Läuferhals. Wem schon mal der schweißgetränkte Kragen einer Jacke am Hals erst klebte und dann scheuerte, der weiß, was das Stückchen Extra-Stoff für einen Vorteil ausmacht.

Apropos Reißverschluss. Für mich ist das immer eines der ersten Ausscheidungskriterien beim Jackenkauf. Fühlt sich der Zipper minderwertig an, hackt oder verweigert seinen Dienst, wandert das Objekt der Begierde sofort wieder zurück auf die Kleiderstange. Glück gehabt Infinity Jackett: Dein Reißverschluss ist gut, echt gut.

Atmungsaktiv und wasserdicht schreiben sich ja mittlerweile viele Jacken auf das Etikett. Meist erlebt man nach dem ersten Regenlauf eine herbe Enttäuschung. Entweder dringt Regenwasser ein oder der Schweiß eben nicht nach aussen. Die Brooks-Testjacke verrichtet da einen ganz hervorragenden Job: Sie bleibt unauffällig. Will heißen: Der Regen bleibt da wo er sein soll und der Schweiß geht dahin wo er hingehört. Klar: Ohne funktionierende Unterschichten ist das Prinzip des Schweißtransports unterbrochen, aber heute sind eh kaum mehr Läufer mit Baumwollfasern am Körper unterwegs.

Zuhause dachte ich mir dann, dass ich die Jacke doch noch einmal auf ihr Dichtigkeit prüfen will. Also ab zum Waschbecken und der Jacke eine kräftige Spülung verpasst. Ergebnis: Dicht und auch als Wasserträger nutzbar…

Bei der näheren Betrachtung fiel mir dann noch die Innentasche für ein “mobile Musikdateienabspielgerät” – kurz MP3-Player, kürzer iPod – auf. Nahe des Reißverschlusses am Kragen befindet sich dann noch ein Gummizug durch den sich das Kabel ziehen lässt. Ich hoffe die Schlaufe ist auch dafür gedacht, wenn nicht ist sie für diesen Zweck deswegen trotzdem praktisch.

Was noch so auffällt:
- die Jacke ist extrem gut verarbeitet, abstehende Fäden gibt es nicht
- sie fühlt sich leicht an und trägt sich genauso
- der Innenteil des Reißverschlusses ist verstärkt, so dass dieser nicht in den Stoff “verbeissen” kann
- am unteren Saum ist ein Gummizug integriert
- am Rücken sorgen zwei recht große überlappende Lüftungsklappen für Frischluft
- die Jacke ist angenehm gefüttert
- zahlreiche dezente Reflektoren sorgen auch im Dunkeln für Aufsehen
- zwei Seitentaschen bieten Platz für Kleinkram

Tja, was soll man da noch groß hinzufügen ausser: Glück gehabt Brooks. Würde es die Jacke nicht schon bei euch geben, ich würde sie erfinden.

Trainingspartner und Hingucker: Polar RCX5 + Footpod + GPS

Digitaler Trainingspartner, Hingucker, GPS-Tracker – Polars RCX5 schlug schon vor Verkaufsstart hohe Wellen. Vor etwa vier Monaten, gerade als Polar ihren neuen Multisportcomputer RCX5 auf den Markt brachte, hatte ich das Glück eines der begehrten Modelle direkt von Polar zu bekommen. Da ich damals sehr mit meiner Garmin Forerunner 405 beschäftigt war, schenkte mein Regensburger Laufpartner und Blogger Sebastian seine Aufmerksamkeit dem digitalen Trainingspartner. Seine Erfahrungen mit der Polar hat er für seinen neuen Blog und für den twnblog.de festgehalten

Sebastians Erfahrungsbericht Polar RCX5

7. Juni 2011: Endlich: An diesem Tag wartete Zuhause ein kleines Paket mit der Polar RCX5 auf mich.

Voller Freude packte ich es aus und staunte nicht schlecht: Das Design der Uhr ist umstritten, ich finde es allerdings absolut top. Die Wochen vorher hab ich schon immer überlegt mir eine Polar RS 800 zu kaufen, habe es allerdings immer hinausgezögert, da mir diese Uhr überhaupt nicht gefällt.

Packungsinhalt

Enthalten war die Polar RCX5, der Textilbrustgurt mit Sender, der S3+ Fußsensor mit neuer Halterung, der USB Stick zum Übertragen der Daten und eine Anleitung.

Erste Schritte

Den textilen Brustgurt kannte ich schon von der RS 200 und wenn man den mit den alten starren Modellen von Polar oder denen der Konkurrenz vergleicht ist es wirklich angenehm diesen zu tragen. Auch die neue Fußsensorhalterung ist um einiges besser geworden. Bei der alten S3-Halterung kam es schon mal vor, dass der Sensor nicht fest genug saß. Der Nachtteil ist allerdings, dass er in die Schnürsenkel eingebunden wird und man ihn nicht einfach so, z. B. bei einem Schuhtausch, wechseln kann. Somit benötigt man also für jedes paar Schuhe eine eigene Halterung oder man fädelt jedes mal den Halter neu ein. Die Software (Windows und Mac) kann man direkt auf der Polarseite herunterladen.

Bevor ich Die RCX5 jedoch testen konnte, mussten erstmal die Kinder ins Bett gebracht werden. Als dies erledigt war, bin ich zur nächsten 400-Meter-Bahn gefahren und hab gleich mal den Sensor bei einem 4000-Meter-Lauf kalibriert. Dabei konnte ich mir gleich mal einen ersten Eindruck von den vielen Anzeigefunktionen machen. Auch gut: die Tasten ließen sich viel leichter drücken als bei meiner alten RS 200.
Die Anzeige besteht aus sechs Seiten mit jeweils vier Zeilen, die frei kombinierbar sind. Die erste und vierte Zeile kann durch längeres drücken der UP- bzw. DOWN-Taste gezoomt werden – somit kann man zwei, drei und vierzeilige Ansichten erstellen.

Bisher hatte ich eine Polar RS 200, die eigentlich für mein Training völlig ausgedeichte. Doch jetzt stand mir eine völlig neue Welt des Lauftrainings offen, da auch die Webseite polarpersonaltrainer.com im Zuge der Markteinführung der Polar RCX5 neu überarbeitet wurde. Das Zusammenspiel der Uhr und der Webseite kann man sich nicht besser vorstellen. Es wird alles problemlos per USB-Stick synchronisiert – Trainingspläne, Gewicht, Fitness-Test-Daten usw. inklusive.

Der neue Trainingsplan

Nach der Kalibrierung erstellte ich erstmal einen neuen Trainingsplan auf polarpersonaltrainer.com, der gleich am nächsten Tag startete. Ich wollte eh in der Früh noch zum Bäcker, also warum nicht gleich mit der ersten Trainingseinheit verbinden? Zuvor hab ich direkt nach dem Aufwachen einen Fitnesstest gemacht, bei dem der maximale Puls und die Pulszonen bestimmt werden.

Bei der Polar RCX5 gibt es den Menüpunkt “Programm” der einem gleich anzeigt was heute auf dem Trainingsplan steht. “Basic Run” 40min in Sportzone 3, hieß mein erste Trainingseinheit. Auf Start gedrückt und, nachdem alle Sensoren gefunden wurden, kann es los gehen.

Anzeige der Sportphasen:

Neben einer großen Menge an Anzeigemöglichkeiten gibt es in Verbindung mit dem Trainingsplan eine Phasenanzeige. Hier sieht man auf einem Blick in welcher Phase man sich befindet, das untere und obere Limit der Herzfrequenz in der trainiert werden soll, die aktuelle Herzfrequenz und wie lange die Phase noch dauert.
Diese Phasenansicht ist gerade bei Anfängern wie ich einer bin sehr angenehm, da man sehr gut sieht in welchem Pulsbereich man sich gerade befindet. Später bei Intervallläufen hat man schnell im Blick, wie lange das Intervall noch andauert.

ZoneOptimizer

Der ZoneOptimizer ist eine neue Funktion, die mit der Polar RCX5 eingeführt wurde. Hier wird anhand eines kurzen Testes (2 Minuten langsames Gehen, normales Gehen, langsames Laufen und normales Laufen) zu Beginn der Trainingseinheit überprüft wie die aktuelle Verfassung ist und auf welchem Level trainiert werden sollte.

Die Funktion hab ich einige mal ausprobiert und die Angaben haben auch ganz gut zu meinem Gefühl gepasst. Der ZoneOptimizer hat mir nach einem Ruhetag angezeigt, dass ich mit erhöhter Intensität laufen sollte und nach einem schnellem Lauf am Vortag, dass ich mit niedriger Intensität laufen sollte.
Jedoch habe ich mich für den Trainingsplan der Polarseite entschieden und die Funktion nicht weiter genutzt.

Sportproflie

Nach ein paar Läufen habe ich mich ein wenig geärgert: die Distanzmessung war nicht besonders gut. Dies lag jedoch daran, dass ich für jeden Schuh und für jeden Trainingseinheit (Intervallalauf, normalen Lauf, langen langsamen Lauf…) das gleiche Sportprofil verwendet hab. Nachdem ich dann für jede Kombination aus Schuh und Trainingseinheit ein eigenes Sportprofil mit dem jeweilig dazugehörigem Kalibrierungsfaktor angelegt habe, passt die Distanz jetzt wunderbar und weicht lediglich dann ein wenig ab, wenn ich einen guten Tag habe und dementsprechend schneller laufe.

Es kann neben Laufen, Radfahren und Schwimmen noch für eine Vielzahl an Sportarten ein Profil erstellt werden und somit ist die Polar RCX5 ein echtes Multisportgerät.

Polars G5-GPS-Empfänger

Anfang August bekam ich dann noch den Polar-G5-GPS-Empfänge als Ergänzung zu meinem Paket, der das ganze noch abrundete. Der G5 zeichnet in Kombination mit dem Footpod S3+ nur die Strecke auf. Der S3+ übernimmt die Distanz-, Geschwindigkeitsmessung und die Schrittfrequenz. Der G5 springt zur Messung nur ein, falls die Verbindung zum S3+ verloren geht. Die Streckenmessung des Polar G5 ist supergenau, bisher hab ich dafür immer nur das iPhone verwendet, das allerdings keine so guten Ergebnisse gebracht hat.
Die GPS Daten werden dann ebenfalls mit auf die polarpersonaltrainer.com Seite übertragen und anhand einer Googlemaps Karte angezeigt. Die gpx-Datei kann auch mit Hilfe der Software auf den Rechner geladen werden.

Positiv: Der G5 ist sehr klein und wird mit einem Armband ausgeliefert, das sich angenehm am Oberarm tragen lässt und somit fast nicht zu spüren ist.

Der erste Wettkampf mit der RacePace-Funktion

Nach drei Monaten stand dann mit dem Leukämielauf der erste Wettkampf auf dem Plan. Hier kam die RacePace-Funktion zum Einsatz. Hier kann man die gewünschte Zielzeit und die Distanz eingeben. Während des Laufs zeigt das Display anhand einer netten kleiner Grafik einen Läufers, ob man sich gut in der Zeit liegt oder ob man doch ein wenig mehr Gas geben muss. Das Display zeigt die Minuten/Sekunden, die man Vorsprung hat oder hinten liegt, die durchschnittliche Geschwindigkeit die man pro Kilometer laufen muss um noch in der Zielzeit anzukommen, die Restdistanz, die aktuelle Geschwindigkeit und den Puls an. Das hat für den ersten Wettkampf super funktioniert und es hat mich gut motiviert als ich gesehen habe, dass ich schneller bin als erwartet, ohne dass ich lang rumrechnen musste.

Fazit

Der einzige Kritikpunkt den ich bisher gefunden habe ist, dass wenn ich die Zeit des letzten Kilometers sehen will, ich die Laps manuell setzen muss. Wenn ich die Uhr so einstelle, dass automatisch nach jedem Kilometer ein Runde gesetzt wird, hat das keine Auswirkung auf die gewünschte Anzeige. Dies funktioniert nur bei manueller Lapsetzung. Eine weitere Funktion die fehlt: Mit vielen Garmin-Geräten kann man sich noch die aktuelle Lapdurchschnittsgeschwindigkeit anzeigen lassen, was leider bei der RCX5 auch nicht geht.

Ansonsten war ich schon immer ein Polarfan und die Uhr bestärkt das ganze noch. Es ist einfach ein super Paket das wunderbar funktioniert und sich sehr einfach bedienen lässt. Durch die Uhr macht mir das Laufen doppelt so viel Spass. Das wirkt sich auf mein Training aus: Mittlerweile schnüre ich mir vier bis fünfmal in der Woche die Laufschuhe.

Danke noch einmal an Basti für den ausführlichen Bericht. Auf seinem Blog www.sebastianf.net gibt es noch ein paar Bilder mehr zu sehen.

Einen guten Start in den Tag – Nur nicht am Rad drehen

Das kommt davon wenn man gierig ist und das wesentliche aus dem Blick verliert. Kleiner Tipp: Die richtige Pointe kommt erst im Abspann. Also, den ganzen Film genießen. Dauert ja eh nur 3 Minuten. Gerade richtig für eine kleine Denkpause im Büro.