In da Cloud: Das Chromebook im Alltag

Das siberne Chromebook steht auf einem weißen Tisch

In da Cloud: Das Chromebook im Alltag

 

Das siberne Chromebook steht auf einem weißen Tisch
Das Chromebook – günstige Alternative?

Intel Celeron Prozessor, 32 GB Festplatte, 4 GB Arbeitsspeicher – ok, zum Protzen taugt so ein Chromebook schon mal nicht. Auf dem Tisch sorgt der 14″ Laptop dagegen für mehr Aufsehen. Mit einem wertigen Aluminium-Gehäuse, einem Full-HD-Display und einer sehr guten Tastatur weiß Acer mit dem Chromebook zu überzeugen. Für gerade mal 379 Euro gibt es derzeit das Chromebook von Acer im Handel. In diesem Bericht will ich herausfinden, ob günstig gleichzeitig auch gut bedeutet.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde natürlich auf dem Acer Chromebook geschrieben. Ich stelle euch meine bevorzugten Apps vor. Auf Alternativen verzichte ich, da sich bei mir die Arbeit mit den ausgewählten Plattformen bewährt hat.

Was ist eigentlich ein Chromebook?

Chromebook in ActionEin Chromebook ist ein Rechner auf dem Chrome OS die Betriebssystembasis bildet. Neben dem Browser und einer simplen Dateiverwaltung gibt es lediglich noch den Browser – natürlich Googles Chrome –  auf dem Rechner zu finden. Alles was irgendwie funktionieren soll, muss im Browser geschehen. Das heißt: Mails abrufen, Notizen machen, Filme ansehen, Bilder bearbeiten, HTML coden, Kalender verwalten – all diese Arbeiten müssen direkt im Browser erledigt werden. Was letztendlich dann auch bedeutet, dass so ein Chromebook ständig online sein will.

„Ständig online? In Deutschland? Ein guter Witz!“, mag sich der eine oder andere jetzt denken. Ja, ab und an muss man tatsächlich auf das Chromebook verzichten. In Ballungsgebieten findet sich aber so gut wie immer ein Hotspot oder das Smartphone dient als eben solcher. Ansonsten war das dann eigentlich alles was ich so negatives über das Chromebook sagen kann. Ab jetzt folgt ein Artikel mit ganz viel Lob und so… 😉

Galerie: Das Chromebook im Überblick

Produktives Chromebook – es gibt immer eine Lösung

Was muss so ein Rechner heutzutage können? Internet, ganz klar. Ein Dokument schreiben, Fotos speichern und vielleicht mal bearbeiten – ja, kommt vor. Mails abrufen, Termine verwalten, Notizen schreiben… Und dann kommt da noch das Zeug was Spaß macht: Video- und Musikstreaming, Gaming, News und Unterhaltung. Und genau das alles soll im Browser funktionieren? Ja, tut es. Oder besser: Ja, tut es, wenn man bereit ist Abstriche in Kauf zu nehmen und die gewohnte Arbeitsweise über den Haufen zu werfen.

Surfen

Screenshot: Browsen in ChromeOk, ein Gerät welches über den Browser funktioniert kann auch ganz normal surfen… Klingt logisch. Der Chromebrowser arbeitet schnell und zuverlässig. Mit seinen Extensions lässt sich der Browser dann noch erweitern, was schon mal für einige Arbeitserleichterungen sorgt. So werkeln bei mir im Browser „Nimbus Screenshot“, die „Pocket“ Erweiterung und die Erweiterung für Googles Notizen. So kann man eben mit einem Klick einen Screenshot erstellen, einen Artikel speichern oder eine Seite oder Text in den Notizen speichern.

Mail

Kurz gesagt: Ein Klick auf das Mailsymbol in der App-Übersicht öffnet ein Browserfenster und Gmail wird gestartet. Wer auf einen anderen Anbeiter setzt, muss seine Mails weiterleiten oder eine entsprechende andere Anwendung aus dem Chrome Web Store laden.

Kalender

Screenshot Google KalenderAuch hier ist Googles angebotener Kalender wieder die „vorinstallierte“ Lösung. Der Kalender bietet viele Funktionen für Einzelanwender- Gruppen werden ebenfalls begeistert vom Umfang der Onlinelösung sein. Besonders praktisch ist die Sharingfunktion von einzelnen Kalendern. So kann man mit der gesamten Fußballmannschaft den aktuellen Spielplan und die Trainingszeiten teilen. Zudem gibt es im Web einige Kalender die man abonnieren kann. Man hat so dann ganz schnell die deutschen Feiertage und den Bundesligaspielplan im eigenen Kalender.

Notizen

Screenshot Google Keep / NotizenNotizen erstelle und verwalte ich mit Google Notizen. Ich brauche kein umfangreiches Programm wie Evernote oder Onenote (für beide gibt es übrigens eine Apps im Chrome Web Store). Mir reicht es, wenn ich Text schreiben, Gespräche aufzeichnen und Webseiten und Fotos in der App speichern kann. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass man Notizen noch mit Terminen bzw. Fälligkeiten hinterlegt oder Listen anlegt. Ach ja: Die App startet natürlich ebenfalls im Browser 😀

Speicher

Ein Bild vom Dateibrowser des Chrome OsInteressant wird es, wenn man jetzt mal auf den Speicher des Acer Chromebooks schaut. 32 GB stehen de User da zur Verfügung. Ich seh euch schon rot anlaufen und mit den Terrabytefestplatten durch die Gegend laufen. Ja, 32 Gigabyte sind wenig. Aber: Wozu eigentlich alles lokal speichern? Warum nicht umdenken und die Daten in der Cloud speichern und dann so geschickt in die Dateiverwaltung des Rechners einbauen, dass man gar nicht spürt, dass die Dateien aus dem Onlinespeicher sind? Das hat sich Google auch gedacht. Mit Google Drive bietet Google schon eine sehr Onlinelösung an. Diese wurde perfekt in das Chromebook implementiert. Man merkt teils wirklich nicht, dass man die Dateien nicht offline lokal gespeichert hat.

Coding

Ein Screenshot der Webseite Cloud9Ich bin kein guter Programmierer. Was ich aber kann, ist mit HTML und CSS so in eine Seite einzugreifen, dass diese schön ist und semantisch korrekt dasteht. Für solche Arbeiten brauche ich einen Code-Editor. Nach einigen Testläufen mit anderen Programmen hab ich mich für den Onlineanbieter Cloud9 entschieden. Gegen eine monatliche Gebühr bekommt man genug Platz für jede Menge Workspaces und somit Ordner für Projekte. Hier lädt man einfach alles rein was man braucht (Bilder, Texte, Dokumente) oder erstellt eben die .html-Files selbst. Für meine Bedürfnisse reicht das vollkommen aus.

Bildbearbeitung

Screenshot FotorWie kommt das Bild ins Web bzw. auf den Blog? Und wie kann ich es ohne Photoshop und Co. bearbeiten? Diese Fragen stellten sich mir ziemlich schnell als ich mich mit dem Chromebook anfreundete. Gut, dass es auch hier Onlinelösungen gibt. Ich habe mich für fotor entschieden. Die Anwendung ist ein Online-Bildbearbeitungstool mit einem recht großen Funktionsumfang. Bild zuschneiden, Farben und Helligkeit bearbeiten, kleinere Retuschearbeiten, Effekte und Rahmen. Bisher habe ich noch keine Benachteiligung gegenüber Photoshop gefunden. Und bevor jetzt 90 Prozent „Profisoftware“ und „nicht vergleichbar“ schreien. Ihr habt recht. Natürlich kann Adobes CC Produkt viel mehr. Aber: Brauche ich das für diesen Anwendungsfall? Nein. Ich will lediglich ein ansehnliches Foto in meinen Blog einbauen.

Entertainment

screenshot netflixJa, es gibt viele Streaminganbieter für Filme und Serien. Mein Favorit ist und bliebt erstmal Netflix. Die Plattform ist easy über den Browser zu erreichen und hat genau die Film- und Serienauswahl die ich mag. Derzeit nutze ich zwar auch noch Amazons Prime Video und ein Testabo von Sky – dauerhaft und intensiv nutze ich allerdings seit einigen Jahren nur Netflix.

Da ich auch sonst ziemlich auf Android setze, erweitern das Entertainmentpaket allerdings auch noch viele Google-Produkte. Google Play Movie, Google Play Music, Google Play Books – irgendwie lande ich geräteübergreifend immer wieder bei der Firma mit den sechs bunten Buchstaben.

Office

Screenshot Google DocsIch habe mir mittlerweile angewöhnt Dokumente mit Google Docs zu verfassen. Egal ob Tabelle, Text oder Präsentation – die Büroanwendungen von Google bieten einen großen Funktionsumfang der auf alle Fälle locker für die gängigen Fälle ausreicht. Word-Dokumente lassen sich übrigens auch öffnen – allerdings hat man ab und an im Nachhinein noch mit der Formatierung zu tun.

Acer Chromebook – mein Fazit:

Für mich ist das Chromebook ein sehr guter Begleiter im Alltag. Die Tatsache, dass man immer online sein muss, ist für mich kein großes Problem. Ok, einmal hatte ich in einer Pension kein WLan am Zimmer und ich musste mich über ein TV-Gerät bespaßen… Scherz beiseite. Ich komme gut mit dem Onlinebetriebssystem klar. Was mir tatsächlich fehlt ist eine Tastaturbeleuchtung, da ich diese beim Macbook eigentlich ständig anhatte und ziemlich daran gewöhnt war.

Wer ein mobiles Gerät sucht, mit dem er mal online surfen, shoppen oder sonstige kleine Arbeiten machen kann, sollte sich das Chromebook mal ansehen. Vor allem wenn man den Preis betrachtet, kann man hier gar nicht mal so viel falsch machen.

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