Duell der Giganten: Google Pixel XL vs. Samsung S8 vs Honor 8 Pro

Als Smartphone-Junkie hat man es nicht leicht. Alle Augenblicke kommt so ein schickes Teil auf den Markt und wird durch immer neuere, bessere und stärkere Features weiterentwickelt. Klar, dass mein nerdiges großes Herz da laut „Shut up and take my money“ schreit. So kam es also, dass ich innerhalb kürzester Zeit drei Top Smartphones (Samsung S8, Google Pixel XL, Honor 8 Pro) auf dem Labortisch hatte – okay, das war gelogen, es war auf dem Esszimmertisch.

Samsung S8

Ich habe mich bei der Vertragsverlängerung für ein Samsung S8 entschieden. Für mich war klar: Das ist der Knaller, der Überflieger, das Killersmartphone schlechthin. Hätte ich mich doch nur an meine S7Edge-Zeit erinnert. Da fiel mir nämlich auf, dass ich mit Edge-Displays (also welche mit gebogenen Rand) so gar nicht warm werde.

Ich will nichts schlecht reden: Die Leistung des Samsung-Flagships ist großartig. Alles funktioniert ohne zu ruckeln, Wartezeiten gibt es nicht. Das Display ist qualitativ das beste was mir bis dato unter die Augen gekommen ist. Der Speicher von 64 GB lässt sich locker um 128 GB erweitern – da ist ordentlich Platz für Bilder, Musik, Filme, Anwendungen, Games…

Und dann ist da noch die Kamera. F. A. N. T. A. S. T. I. S. C. H. Anders kann man die nicht bezeichnen. Knackscharfe Bilder und sogar bei Dämmerung, ja sogar bei nächtlicher Beleuchtung sind die Ergebnisse der Hosentaschenknipse ansehbar. Warum hat es trotzdem nicht gefunkt?

Naja. Edge. Nein, der Empfang war super. 4G kein Problem. Ich meine das Edge an den Rändern. Meine Hände sind nicht Edge-kompatibel. Immer drückt irgendwo ein Handballen an den berührungsempfindlichen Bildschirmrand und verhindert eine einhändige Bedienung – die wäre nämlich durch das schmale Displayformat möglich.

Honor 8 Pro

Ein Glück, dass ich genau in der Zeit in der ich das Samsung S8 satt hatte bei einem Test mitmachen durfte. Die Jungs und Mädels von ANDROIDPIT haben mir ein Honor 8 Pro geschenkt. Einfach so. Ok, das stimmt nicht ganz. Ich musste hart dafür arbeiten. Einen kurzen ersten Eindruck wollten sie haben. Dann folgte ein ausführlicher Testbericht. Zum „krönenden Abschluss“ sollte ich dann noch Videoschnipsel mit meinem Fazit und Urteil einreichen.

Okay. Ich gebe es zu. Es hat mir Spaß gemacht. Vielleicht gibt es ja in Zukunft drüben auf www.musikantenstmmtisch.com, einer weiteren Seite von mir, die sich mit dem Thema Volksmusik und… äh… Sorry. Ich schweife ab. Kurz: Ich plane ein Videoformat. Punkt. Zurück zum Honor 8 Pro.

Ich testete also wie verrückt. Und der Gigant von Honor mit dem fetten 5.7 Zoll Bildschirm hält super mit. Leistung super, Speicher super, Bedienung super, kein Edge (super), alles super. Eben nicht. Das UI enttäuscht mich. Wenn ich ein Smartphone auspacke und erst viele Hebel verstellen muss, dass es mal so läuft wie ich will, ist es für mich nicht benutzerfreundlich. Das gibt ein Minus, welches ich noch verkraften könnte.

Der eigentlich Schwachpunkt – Achtung, es folgt jammern auf hohem Niveau – ist die Kamera. Die macht bei Tageslicht sehr gute Bilder. Auch die App hat einige sehr nice (ja, ich habe es gesagt) Funktionen. Sobald sich ein Objekt aber bewegt oder es dämmert enttäuscht mich die Knipse. Die Bilder sind dann unsauber und einfach nicht mehr schön. Da für mich die Kamera eine der Hauptfunktionen ist, habe ich mich schweren Herzens vom Honor 8 Pro in Richtung Schublade verabschiedet. Schade eigentlich – ansonsten mochte ich den Andoiden im iPhone-Kostüm ziemlich gern.

Google Pixel XL

Ich höre mich noch ganz genau schreien. Mit erhobenen Zeigefinger. „GOOGLE!!! WAS MACHST DU DA?!?“. Gemeint war der Launch des Google Pixel (XL). Ein Smartphone für jedermann habe ich erwartet und dann das. 779 Euro aufwärts sollte das Google-eigene Smartphone in der kleinsten Variante kosten – mit 5-Zoll-Display und 32GB Speicher. 5 Zoll – nix für mich.

Es sollte ein XL mit 5,5 Zoll sein. Und dann die spannende Frage: 32 GB Speicher für Apps, Fotos und Co.? Reicht das? Ich wollte es wissen, war zu neugierig. Ein Pixel XL musste her. Durch glücklich Umstände – legale wohlgemerkt – war ich recht schnell Besitzer eines Google Pixel XL mit 32 Gigabyte Speicherkapazität.

Ah, schön. Ein reines Android Betriebssystem. Keine lästigen Apps, keine Spezialprogramme des Herstellers, keine Anpassungen im UI – einfach nur Android. Da ich ein Fan von Google Produkten aller Art (Apps, Hardware, Onlinedienste…) bin, genieße ich das saubere Smartphone jeden Tag aufs Neue.

Google Drive, Gmail, Google Kalender, Google Home, Google Docs, Google Photos – Google hier Google da. Alles wirkt wie aus einem Guss, alles arbeitet irgendwie sauber zusammen, alles passt ganz wunderbar.

Auch wenn es schon einige Monate auf dem Buckel hat (klingt komisch, ist aber heutzutage so) rennt das Teil wie eine Eins. Man merkt, dass hier alles aufeinander abgestimmt ist. Die Kamera ist ein Knaller. Mir gefallen die Bilder sogar besser als die des Samsung S8, dadas Pixel näher an de Realität bleibt und die Farben besser einfängt. Achtung, jetzt wird es spannend. Als Vielknipser und -filmer braucht man vor allem Eines: Speicherplatz. Mit allen Apps, Unterhaltung und Games ist der halbe Speicher belegt. Es stehen somit noch ca. 15GB Speicher zur Verfügung.

Ich sag euch was: null Problem. Die Fotos die ich unterwegs schieße schiebt das Pixel im heimischen WLan sofort in die Cloud. In der Foto-Anwendung am Pixel gibt es die Funktion „Speicherplatz freigeben“. Mit einem Klick löscht das Pixel Inhalte die auf dem internen Speicher Platz brauchen. Es werden nur Dateien gelöscht die sicher auf dem Onlinespeicher von Google gesichert sind. So hat man kontinuierlich Zugriff auf die Bilder und trotzdem immer genügend Speicher frei. Schon seltsam, dass man eine solche Erfahrung erst macht, wenn man dazu gezwungen wird.

Fazit

Ich glaube man liest es heraus. Meine Nummer Eins ist das Google Pixel XL. Es liegt gut in meinen Händen, hat die Leistung und die Kameraqualität die ich mir von einem Smartphone wünsche und es ist so wunderbar befreit von alle dem Müll den ich sonst an Apps und Daten mit mir rumgeschleppt habe.

Es folgt das Honor 8 Pro. Ja, es kommt noch vor dem Samsung S8. Es korrespondiert einfach besser mit meiner Hand und meinen Fingern. Es passte halt einfach. Wäre ich nicht so ein Kamerafetischist, wäre es derzeit immer noch mein Smartphone.

Knapp dahinter liegt das Samsung S8. Lasst euch täuschen: Es ist nicht schlechter als die anderen beiden. Nur anders. Und genau das war es eben, warum es bei mir und dem S8 nicht gefunkt hat…

 

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