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Ich bin dann mal Mega

Zwei Nächte im Kombi schlafen, Kaffee vom Campingkocher und das unter 3.000 Gleichgesinnten – ich find’ das mega. Nein, ich gehe nicht auf eine Open-Air-Woodstock-Revival-Party. Leipzig ist das Ziel. Dort findet dieses Jahr ein Megaevent der Geocacher statt. Solche Großveranstaltungen sind ziemlich  beliebt und den Dosensuchern und so wundert es Eingefleischte nicht, dass sich bis dato schon knapp 3.000 Besucher per “Will attend”-Note im Listing angemeldet haben.

 

Das Ganze steht unter dem Motto “Geogames Leipzig 2012“. Klar: 2004 platzte für die Sachsen der Traum von den Olympischen Spielen in Deutschland. “Nix da”, dachten sich die Sachsencacher. “Wir holen die Spiele nach Leipzig.” Und jetzt treffen sich vom 29. Juni bis 1. Juli statt Supersportlern eben Megacacher aus der ganzen Welt. Den Titel “Mega” darf sich so ein Treffen übrigens nicht selbst auf die Fahne schreiben. Groudspeak, der Betreiber der  größten Plattform für das Hobby mit GPS und Dosen, gibt da den Ton an: 500 Leute müssen es schon mindestens sein, bis ein Event so richtig offiziell mega ist.

Warum eigentlich nicht ab ins Hotel, könnte man sich auch fragen, wenn man sich schon drei Tage so ein Ding gibt. Naja, ich glaube, dass die “Campingatmosphäre” ein recht schöner Nebeneffekt des Events ist. Ich bin weniger scharf drauf möglichst viele Dosen zu sammeln. Ich freue mich eher auf neue Bekanntschaften über die bayerischen und deutschen Landesgrenzen hinaus. Und wo geht das besser als beim gemeinsamen Einschlafen und Aufwachen unter freiem Himmel.

 

Während am Freitag eigentlich nur die etwa sechsstündige Anreise (und die ein oder andere Dose) auf dem Plan steht, ist der Samstag gespickt mit etlichen Highlights. Da ich mich recht spät angemeldet habe, hatte ich so gut wie keine Chance mehr mich für irgendwelche Workshops anzumelden. Zwei nehm ich trotzdem mit: Zum einen wird einem das Kartenmaterial OSM erklärt. Vielleicht gehöre ich dann ja auch bald zu den Menschen, die sich die Arbeit antun und mithelfen bestehende Karten für jedermann und lau zu verbessern. Meine zweite Anmeldung machte ich bei der Vorführung des Filmprojekt “Lost Place L.E. – Geschichten hinter vergessenen Mauern”. Im Film zeigen die Macher ehemals belebte Gebäude, die jetzt leerstehen und nicht nur von Geocachern genutzt werden.

Der Abend steht dann voll im Zeichen der Dosenfischer. Die Jungs machen nicht nur einen interessanten Weblog samt Podcast – sie geben auch auf der Bühne Gas und singen Songs wie “Ich such’ Dosen” oder “Geocaching hat mein Leben versaut”. Wird bestimmt lustig… Apropos lustig: Zwischen den Events am Samstag, gibt es natürlich auch extra ausgelegte Caches und die schon lange in Leipzig bestehenden Dosen, die ja auch gesucht und noch lieber gefunden werden wollen.

Auch die Heimfahrt am Sonntag steht dann im Stern der Suche. Auf dem Weg sollen dann noch einige Smilies auf der Deutschlandkarte von Geocaching.com gesammelt werden. Nur trödeln dürfen wir nicht, schließlich spielt Deutschland doch um den Europameistertitel. (Dieser Artikel erschien am 28.06. um 10 Uhr, also vor dem Halbfinale Deutschland – Italien. Ich glaube ganz fest an den Einzug ins Finale und sollte ich damit daneben liegen, verspreche ich, dass ich kein Wort mehr zur diesjährigen EM verlieren ;) ) Die letzten Sätze habe ich mal gestrichen… Aus Gründen…

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